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Mercedes-Benz V-Klasse klappert – Rückabwicklung

In einer aktuellen Entscheidung vom 14.07.2021 (Az.: 10 O 8488/19) bestätigt das Landgericht Nürnberg-Fürth den Standpunkt einer von unserer Kanzlei vertretenen Fahrzeugeigentümerin, deren Mercedes-Benz V-Klasse einige Monate nach dem Erwerb begann, störend zu klappern. Nach den Feststellungen des Gerichts liegt darin ein erheblicher Mangel, der die Rückabwicklung rechtfertigt.

 

Unsere Klientin erwarb einen Mercedes-Benz V250 EAV/L. Einige Monate nach dem Erwerb musste sie allerdings feststellen, dass im hinteren Bereich des Fahrzeuges störende Klapper- / Knarzgeräusche auftreten. Unterhaltungen, Telefonate und allgemein das Fahrgefühl waren eingeschränkt.

Nachbesserungsversuche in der zugehörigen Vertragswerkstatt von Mercedes-Benz brachten keinen nachhaltigen Erfolg. Der Fahrzeugeigentümerin wurde im Unklaren belassen und ihr erläutert, dass sie immer wieder zur Nachbesserung kommen solle.
Dies konnte unsere Klientin, die ein Premiumfahrzeug erwerben wollte, nicht akzeptieren. Über die Unterfertigten trat sie vom Kaufvertrag wegen eines erheblichen Mangels zurück.

Mercedes-Benz stellte den Mangel in Abrede, jedenfalls aber, dass es sich um einen erheblichen Mangel handeln würde.

Das Landgericht ließ das Fahrzeug von einem gerichtlichen Sachverständigen begutachten. Dieser bestätigte die relevanten Störgeräusche im gewöhnlichen Fahrbetrieb und erläuterte deren Ursache generell mit Haftproblemen an Schiebetüren und Heckklappe.
Dem folgte das Landgericht und verurteilte Mercedes-Benz zur Rückabwicklung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bei Fragen zum Thema steht Ihnen RA Dr. Lux gerne zur Verfügung.